Das Haar Dilemma

Hmm... Eigentlich wollte ich etwas aufschlussreiches über meine Diagnosen und generell Aufschluss und eine kleine Exkursion mit Hilfe von Wikipedia unternehmen, - da fiel mir auf, dass ich wieder vermehrt Haare rupfe.
Manchmal ist es schlimmer - da sieht man aus wie in der Mauser. Das ist nun mit einem Augenzwinkern dargestelt aber diese Störung der Impulskontrolle ist doch ein enormer Leidensdruck für die Betroffenen. - Ich willl gar nicht wissen wie viele im stillen darunter leiden.
Das Problem ist: Ja man möchte keine Glatze (wie Familienmitglieder gerne "scherzhaft" sagen) man will ja schön sein. Aber der aufgebaute Selbsthass im Jugendalter ist stärker. Wenn Stressige Situationen kommen, oder man Grübelzwang hat, - dann reißt man sich vermehrt Haare aus. Ich kann darüber nicht mal mehr weinen, - Danke Depression das du so wacker zu mir stehst gepaart mit meinem Zähneknirschen, welches sich auf meinen eh schon schiefen Kiefer als auch meinen Rücken auswirkt. - Ich finde es eigentlich eher schlimm für meine Katze, die sich auf dem Fußboden wälzt (Teppich). Was tut man eigentlich um so nen Kram aufzusammeln? Tja. Die Haarwurzeln kleben wie Hölle (Höllehöllehöllehölle EIIISKAAALT... *hust*) Naja. Ich versuche das gerade durch den Kakao zu ziehen. Klappt nach den Fotos eh nicht mehr.
Ich benutze einen Schrubber. Damit bekommt man die Haare weg die OHNE Staubsauger nieeee weg wären. It's magic. Dattebayo. Tja. Wie sieht's denn aus nach ca 2 Wochen oder 3? (DAS bekomme ich nämlich nie bewusst mit wie viele das sind in welchem Zeitraum.)



Woher Kommt Trich?
Jugendalter. Mobbing. Kaugummi in die Haare. Zündeln an den Haaren. Kinder die sagen du hast stohige, hässliche Haare (Naturlocken und Halbbkrause, oben glatt. Dickes schönes Haar bis zum A*sch. - Heute nach Blondierung und rupfen - welches nach geplatzer Verlobung anfing - (wahrscheinlich ausgelöst durch Stress und Verlustängste. Ich hatte damals versucht mein Ritzen unter Kontrolle zu bekommen, - weil ich es meine Schwester versprochen hatte. Aber das ist eine andere story und ein anderes Krankheitsbild welches ich in einem anderen post erläutern möchte.) - Ja HEUTE nur noch die Hälfte...Eigentlich weniger als die Hälfte und Haare wollen nicht über die Schultern wachsen. Egal was man versucht. ;_;
(Wa würde ich für Haarimplantate geben... Sieht schmerzhaft aus aber das wäre mir sch*iceegal. - Genau so wie Haarenttfernung mit Laser. - Zupfen tut man überall. Hauptsache alle Haare sind ordentlich eliminiert.)

Es ist eine Form von SSV - Selbstverletzung. Eine Mischung aus motorischem Fehlverhalten, Selbsthass und manchmal, um besser nach zu denken. Ich mache das bewusst in dem Moment. Das ist nicht automatisiert. - Aber ein Zwang. Man kann nicht aufhören. Und anstatt auf die Finger zu hauen sollte man reden oder einfach sein Kind in den Arm nehmen. Das hilft mehr. Verständnis für die Zeit die längst zurückliegt. Wiedergutmachung durch Wärme und Liebe, die damals gefehlt hat. Kopf streicheln oder halten und einfach in den Arm nehmen und nichts sagen. meißtens sind Worte zu viel. - Denn diese sind ja das, was einen früher verletzt hat. Worte.

Natürlich kann ich wie immer nur aus meinem POV schreiben. Aber ich denke es verhält sich bei anderen Trichlern (sagt man das so?) ähnlich.

So long und bis bald: Sarah




5.4.14 03:30

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